Zellwachstumsoberflächen und Ti-Beschichtungen auf PEEK und PEKK

Die Integration oder Fixierung von medizinischen Implantaten im Knochen ist zur Erhöhung der Stabilisierung des Implantats und zur Reduzierung von Nebenwirkungen für den Patienten äußerst wichtig. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, die Zellanhaftung und/oder das Einwachsen von Knochen durch Titanbeschichtungen auf CoCrMo, Edelstählen oder PEEK zu fördern. Bei Geräten aus Polyether-Ether-Keton (PEEK) und Poly-Ether-Keton-Keton (PEKK) mit guten Zellwachstumseigenschaften unterstützt die Beschichtung Medthin 65 Ti (Metall) die Zellanhaftung.

Die Medthin 65-Beschichtung hat wichtige Vorteile für Zelladhäsions- und PEEK-/PEKK-Anwendungen:

  • Zellanhaftung
  • Gute Beschichtungshaftung auf PEEK und PEKK
  • Einstellbare Beschichtungsrauheit
  • Erhalt der PEEK/PEKK-Struktur

Titan wird mit der PVD-Technologie der II. oder III. Generation abgeschieden, was eine hohe Haftfestigkeit der Beschichtung (>20 MPa, gemäß ASTM F1147) ermöglicht und die Struktureigenschaften von PEEK/PEKK mit seiner niedrigen Abscheidungstemperatur (<140°C) intakt hält. Die Auswirkungen des Beschichtungsprozesses auf die PEEK-Struktur wurden durch Differentialscanningkalorimetrie (DSC) und Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie (FTIR) verifiziert.

Medthin 65 Ti-beschichtete PEEK-Wirbelsäulenkäfige sind auf Röntgen-, CT- und MRT-Bildern transparent, sodass Chirurgen die Platzierung, Position und Integrität des Implantats im Laufe der Zeit überprüfen können. Diese Röntgendurchlässigkeit erleichtert den Ärzten, ein gutes Ergebnis zu bestätigen und trägt so dazu bei, schwerwiegende Komplikationen durch Wirbelsäulenversteifungen aufgrund eines wandernden Implantats zu vermeiden.